Montag, 6. August 2012

Wir beide, irgendwann

Autor und Autorin: Jay Asher & Carolyn Mackler

Inhalt:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Zusammen mit ihrem besten Freund Josh registriert sie sich gleich und stößt unverhofft auf ihr eigenes Facebook-Profil - 15 Jahre später. Sie ist  geschockt, als sie sieht, wie ihr Leben als 31-jährige Frau aussehen wird: Sie ist arbeitslos und unglücklich verheiratet. Josh hingegen wird, obwohl er erst vor kurzem einen Korb von Emma bekommen hat, das hübscheste Mädchen der Schule heiraten und als glücklicher Familienvater auch noch in seinem Traumjob tätig sein. Emma beschließt, wichtige Dinge ihres Lebens zu ändern, um eine andere, bessere Zukunft zu sehen. Doch die unüberlegten Aktionen setzten fatale Kettenreaktionen in Gang...

Infos zum Buch:
"Wir beide irgendwann" erscheint im cbt-Verlag, wird 400 Seiten haben und gebunden € 17,99 [D] kosten.
Das Buch ist ab 27. August 2012 in Deutschland erhältlich. Auf englisch kam es bereits Ende 2011 heraus. Ob es Fortsetzungsbände gibt, ist mir nicht bekannt. Aufgrund des Endes würde ich allerdings eher verneinen.

Cover:
Das Cover von "Wir beide irgendwann" finde ich sehr gut gelungen, da es mal was anderes ist. Es unterscheidet sich total von den typischen Buchcovers mit einem Gesicht auf der Vorderseite. Da das Buch auch alles andere als gewöhnlich ist, passt also das originelle Cover perfekt!

Das englische Cover finde ich bei weitem nicht so toll wie das deutsche. Meiner Meinung nach ist es ein wenig zu kitschig und vermittelt einen komplett anderen Eindruck vom Buch. Emma finde ich zwar ganz gut getroffen, Josh dafür eher weniger.



Autor/Autorin:
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers „Tote Mädchen lügen nicht“, der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Er lebt in Kalifornien.
Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde.
„Wir beide, irgendwann“, ist der erste Roman, den die beiden gemeinsam verfasst haben.

Meine Meinung:
Irgendwie weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich kann eigentlich alles an dem Buch nur loben, da ich es wirklich genial finde. Vielleicht aber doch erst mal bei der Grundidee, die ja wirklich toll durchdacht ist.
Wie kamen die Autoren bloß auf diesen grandiosen Gedanken, durch den die Geschichte entstanden ist? Ich wüsste es wirklich gern. Schon oft habe ich mich gefragt, was die Zukunft wohl bringen wird, ja selbst eine Zeitreise hätte ich mitgemacht. Nach diesem Buch nicht mehr. Die Folgen sind zu brutal. Wobei man bei Emma und Josh sagen muss, dass nur die Folgen schlimm waren, die Folgen aus den Folgen nicht mehr so. Kompliziert, was? Aber wenn schon nur diese Erklärung. Ich habe zwar vor dem Lesen des Buches mit dem Gedanken gespielt, dass dieses Buch wohl etwas komplex sein könnte, wegen Zukunft und Gegenwart und deren Übergang, wurde aber zum Glück in meiner Theorie keinesfalls bestätigt. Nein, dieses Buch ist wirklich keinesfalls schwer zu verstehen, zu einfach geschrieben jedoch ebenfalls nicht. Genau die richtige Mischung eben.
Ich habe viel über dieses Buch nachgedacht, ja ich kann sogar sagen, dass es in gewisser Weise mein Leben beeinflusst oder verändert hat. Ich denke nun über so viele Dinge anders, sehe Vieles aus einer anderen Perspektive. Allein deshalb könnte ich das Buch schon jedem weiterempfehlen.
Aber es gibt ja noch andere Sachen, die toll geworden sind. So viele andere.
Allein schon die Charaktere sind eine Angelegenheit für sich. Da das Buch ja abwechselnd aus zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist, konnte ich mich mit beiden Hauptpersonen wahnsinnig gut identifizieren, auch wenn sie mal stritten. Die Autoren schaffen ein Gleichgewicht zwischen den Protagonisten, was nur wenigen gelingt. Ich könnte weder meinen Lieblingshauptcharakter nennen, doch die Story, die spannender war. Ja eigentlich war es sogar so, dass beide Geschichten auf ihre Weise spannend waren und immer am Höhepunkt aufhörten. So wollte ich stets weiterlesen, Langeweile kam nie auf.
Ebenfalls dazu beigetragen hat natürlich der Schreibstil. Er war flüssig und angenehm zu lesen. Toll finde ich, dass man keinen Unterschied sehen konnte, wer von den Autoren welches Stück geschrieben hat. Ich persönlich finde solche Stilunebenheiten nämlich nicht so prickelnd in professionellen Büchern.
Für beachtlich halte ich auch den Zeitgeist, der in dem Buch so wundervoll beschrieben wurde. Auch wenn ich diese Zeit nicht aktiv miterlebt habe, kann ich mir nach diesem Buch doch relativ gut vorstellen, wie das Leben der Jugendlichen so vor sich ging. Es gibt so viele Unterschiede zur heutigen Zeit und doch sind die Grundstrukturen irgendwie gleich.
Das Ende hat dann nochmal alles irgendwie gesteigert, sodass ich eigentlich 100 Punkte vergeben würde. Definitiv ein neues Lieblingsbuch von mir!

Fazit:
Ein sensationelles, außerordentlich tolles Buch! Die Idee ist wahnsinnig originell, die Charaktere glaubhaft, der Schreibstil angenehm! Ich kann es euch wirklich nur mehr als empfehlen!


♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ (10 von 10 Herzen)


Ein riesengroßes Dankeschön geht an den cbt-Verlag für dieses wunderschöne Buch!!!

Kommentare:

  1. Sooo schön beschrieben! Ist eines meiner aktuellen Highlights :-)

    Glg
    Steffi

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    1. Danke! ;) *-* Schön, dass es dir auch so gut gefallen hat!

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  2. Schon wieder eine tolle Rezi, die ich zu diesem Buch lese. Ich werde das Buch auch ganz sicher lesen. Steht schon auf meiner Liste :))

    LG
    Lilly

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    1. Das musst du unbedingt machen, du wirst es schon nicht bereuen...^^ ;)

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  3. Tolle Rezension, meine Liebe :*

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  4. Du solltest von Jay Asher unbedingt "Tote Mädchen lügen nicht" lesen, dass ist klasse !!

    LG
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    http://baddicted.blogspot.de/

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