Sonntag, 8. April 2012

Überarbeitete Rezension: Indigosommer

Autorin: Antje Babendererde

Inhalt:
Smilla, eine Austauschschülerin aus Deutschland, campt gemeinsam mit ihren Freunden im Indianerreservat in La Push, um dort surfen zu gehen. Schon bei der ersten Begegnung mit Conrad, einem einheimischen Indianer, bemerkt Smilla, dass dieser sich der Clique gegenüber feindselig verhält. Was verbergen Alec und Josh, die im Jahr zuvor schon an diesem Strand campen waren?
Mehr durch Schicksal lernt Smilla Conrad eines Tages von einer ganz anderen Seite kennen. Sie verliebt sich in ihn.
Doch es dauert nicht lange, bis ihre Clique das mitbekommt. Zunächst will niemand Smilla genaueres erzählen, aber irgendwann muss sie erfahren, was letzten Sommer an diesem Strand passiert ist...

Infos zum Buch:
"Indigosommer" ist im Arena Verlag erschienen, hat 355 Seiten und kostet mit Klappenbroschur € 9,95 [D], gebunden € 14,95 [D].
Es ist ein einteiliges Buch, es gibt also keine Fortsetzungsbände.
Empfehlen würde ich dieses Buch ab etwa 12 Jahren.

Cover:

Das Cover ist einfach wunderschön. Ich finde, es das schönste von allen Büchern dieser Autorin. Allein schon weil es das Meer zeigt und nicht irgendwelche Indianerfedern.
Die Farben sind sehr gut gelungen, zwar etwas unnatürlich - zugegeben - aber dennoch wundervoll. Am liebsten möchte ich selbst an diesem Meer sein… *träum*

Autorin:
Antje Babendererde, geboren 1963 in Jena, ist freie Autorin. Nach einer Töpferlehre war sie zunächst als Arbeitstherapeutin in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie tätig. Die Autorin hat ein spezielles Interesse an der Kultur der Indianer. In ihren Romanen verarbeitet sie Eindrücke und Erlebnisse, die sie während ihrer USA-Reisen in verschiedenen Reservaten gesammelt hat. Antje Babendererde wurde für ihren Jugendroman "Libellensommer" mit dem Erwin-Strittmatter-Sonderpreis und dem DeLiA für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Liebengrün in Thüringen.

Meine Meinung:
Zum ersten Mal gehört von diesem Buch habe ich, als die Autorin unsere Schule besuchte und ihre Bücher vorstellte. Unserer Klasse hat sie hauptsächlich von diesem Buch erzählt. Ich fand schon damals die Geschichte sehr ansprechend. Warum ich dennoch etwa 2 Jahre gewartet habe, bis ich das Buch dann tatsächlich gelesen habe, weiß ich nicht. Trotzdem bin ich im Nachhinein froh darüber, da ich es vor 2-3 Jahren sicher ganz anders aufgenommen hätte.
Mittlerweile habe ich das Buch schon zweimal gelesen und bin mir sicher, dass das zweite Mal längst nicht das letzte Mal gewesen sein wird.
Denn "Indigosommer" war wahnsinnig toll, so gut, dass ich fast nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Ich hatte es sehr schnell durch und war ziemlich enttäuscht als ich das Buch zuklappen musste, weil es zuende war.
Der Schreibstil ist einfach nur bewundernswert und mitreißend. Man hat das Gefühl, all das selbst zu erleben. Außerdem ist Smilla eine Person, in die man sich ziemlich gut hineinversetzen kann und über die man sich nicht aufregen muss, weil sie ganz anders reagiert, als man es vielleicht selbst getan hätte.
Auch die übrigen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, sie waren keinesfalls klischeehaft und sehr sympathisch. Einige hätte ich wirklich gerne im echten Leben kennen gelernt - schade, dass man sie nicht aus dem Buch holen kann… ;)

"Die Gischt in der Brandung schimmerte nicht weiß, sondern blau. Es war ein indigoblaues Leuchten und Flimmern entlang der gesamten Brandungslinie. Das Meer sprühte Funken. Fasziniert starrte ich auf das Schauspiel. Und dann sah ich ihn. Den einsamen Wellenreiter in der Nacht. Seine schwarze Gestalt im Licht des vollen Mondes hatte etwas Gespenstisches, so, als wäre er nicht von dieser Welt."

Fazit:

Eine Geschichte, die einen wegträumen lässt an einen wunderschönen Strand mit indigoblauem Meer. Sie lässt alles um einen herum vergessen und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.
Absolutes Must-Read!

♣♣♣♣♣♣♣♣♣♣ (10 von 10 Punkten)

Kommentare:

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