Samstag, 24. Dezember 2011

Die Bücherdiebin

Autor: Markus Zusak

Inhalt:
1939: Die kleine Liesel wird in Molching bei München von ihren neuen Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann aufgenommen. Zuvor starb ihr kleiner Bruder bei der Anreise. Auf seiner Beerdigung fand Liesel ein Buch und lernt damit Lesen. Fortan stiehlt Liesel überall Bücher, wo sie zu finden sind: Aus dem Schnee, der Bibliothek des Bürgermeisters und den Flammen der Nazis. Die Welt um sie herum versinkt in Schutt und Asche, Juden ziehen nach Dachau und Bomben werden über München abgeworfen. Liesel überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.

Infos zum Buch:
"Die Bücherdiebin" ist gebunden im Blanvalet Verlag sowie im cbj-Verlag erschienen, broschiert im cbt-Verlag. Das Buch hat 592 Seiten und kostet als Hardcover € 19,95 [D], broschiert € 9,95 [D].
Es gibt keine Fortsetzungsbände.
Empfehlen würde ich es ab 14 Jahren.

Cover:

Für dieses Buch gibt es verschiedene Cover. Am besten ist meiner Meinung nach das, auf dem Liesel Hand in Hand mit dem Tod zu sehen ist. Es passt auch am besten zur Geschichte, da der Tod ja sozusagen auf Liesels Seite steht. Ich habe aber die Ausgabe zuhause, auf dessen Cover Liesel gerade ein Buch liest. Auch die ist sehr gut gelungen, wenn auch nicht so gut wie die andere.

Autor:

Als Teenager las Markus Zusak, der aus Australien kommt, am liebsten Hemingway und schwärmte für den Film "What's Eating Gilbert Grape", der auf einem Roman von Peter Hedges basiert. Seine Mutter erzählte oft, wie sie als Kind das Bombardement auf München erlebt hatte und mit ansehen musste, wie man jüdische Menschen ins KZ Dachau trieb. Daraus entstand bei Markus Zusak, geboren 1975, das dringende Bedürfnis zu schreiben. Mit 16 begann er damit. Mittlerweile gehört Zusak zu den renommiertesten Jugendbuchautoren der Welt. Seine Bücher "Der Joker" und "Die Bücherdiebin" sind preisgekrönte Bestseller, die nicht nur junge Leute berühren. Privat spielt der Familienvater Fußball, liebt Filme und nutzt seinen Wohnort Sydney auch als Möglichkeit zum Surfen (im Meer) - um ab und an dem Schreibtisch zu entfliehen.

Meine Meinung:
Zuerst einmal vorweg: Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Beim Lesen wurde mir nie langweilig und die Geschichte hat mich zutiefst berührt. Liesel und die meisten anderen Charaktere sind so toll ausgearbeitet, so dass ich sie einfach ins Herz schließen musste.
Das Buch ist aus der Sicht des Todes geschrieben. Das mag vielleicht absurd klingen, ist es aber nicht. Beim Lesen merkt man es kaum noch, außer an manchen Stellen, an denen der Tod von seinen eigenen Gefühlen erzählt. Der Schreibstil ist toll, wenn auch nicht so ganz einfach. An manchen Stellen musste ich einfach innehalten und über das Geschehene nachdenken. Außerdem ist es kein Buch, was man schnell und in einem Rutsch lesen kann. Ich habe für die einzelnen Seiten ein wenig länger als sonst gebraucht, was mich aber auch nicht gestört hat, da ich einfach alles von diesem tollen Buch mitbekommen und auf keinen Fall etwas überlesen wollte.
Insgesamt schafft es Markus Zusak, die Geschichte über das Dritte Reich ohne Anklage zu erzählen. Es ist keineswegs ein Buch, bei welchem jemand mit dem erhobenen Zeigefinger auf den Leser einredet. Im Gegenteil. Es ist so ergreifend, dass ich am Ende sogar weinen musste.

Fazit:

Ein Buch, das man einfach gelesen haben muss und an dem es keine Kritikpunkte gibt. Einfach nur genial!

♣♣♣♣♣♣♣♣♣♣ (10 von 10 Punkten)

Kommentare:

  1. Wow, eine echt gute Rezi <3
    Sag mal, hast du es tatsächlich an einem Tag gelesen? :O

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  2. Danke <3
    Nein, in zwei Tagen ;) War nämlich am 23.12. nur kurz am Computer und hab deswegen die "Ich lese gerade..."-Seite nicht aktualisiert. :D

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  3. Hey,
    also einerseits hat mir das Buch auch gut gefallen und ich kann die Argumente, die du aufgeführt hast vollkommen nachvollziehen. Aber mich hat das Ende der Geschichte gestört. Ich fand zum Schluss hat es Liesel ziemlich hart getroffen und damit hat Zusak all die Thesen, die ich mir überlegt habe, was er mit dem Buch aussagen möchte, über den Haufen geworfen. (Auf das Ende will ich hier nicht genauer eingehen, weil es irgendwie unfair ist, wenn ich es verrate). Dass hat mich echt frustriert.

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  4. wirklich guter blog. ich liebe lesen auch!

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  5. Du triffst es auf dem Punkt!
    Ich fand das Buch auch richtig klasse. Und halt besonders, wie du in deiner Rezi schon schreibst, dass er nicht so anklagend schreibt, sondern fast schon neutral seiner Geschichte den Lauf gibt.
    Ich hab am Ende auch geheult ^^ Und ich heule wirklich selten bei Büchern! :')

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    1. Danke für deinen lieben Kommentar!! :) Kann dir nur zustimmen :D

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Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich immer total, weil ich Kommentare einfach liebe... :)
Meine Antwort findest du direkt unter deinem und, sofern sie etwas ausführlicher ausfällt, unter dem aktuellen Post auf deinem Blog!
♥ ♥ ♥